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Laufen nach dem Essen? Besser nicht!

Juli 8th, 2011 · 1 Kommentar



„Nach dem Essen sollst du ruhen oder 1000 Schritte tun“, sagt ein altes Sprichwort. Allerdings ist hier wohl eher ein Spaziergang gemeint und kein anstrengendes Lauftraining nach dem Essen. Denn jeder weiß, dass Laufen nach dem Essen problematisch ist. Indessen signalisiert uns unser Körper nach einer üppigen Mahlzeit normalerweise von ganz alleine, dass wir lieber einen Gang runter schalten sollten. Direkt nach einer größeren Mahlzeit benötigt der Körper Energie für die Verdauung. Wir fühlen uns mitunter nach dem Essen sogar etwas müde und erschöpft, an laufen ist dann gar nicht zu denken. Wer es trotzdem versucht, wird schnell eines Besseren belehrt. Durch die Bewegung beim Laufen wird der Mageninhalt nach oben gedrückt, unangenehmes Sodbrennen und Aufstoßen können die Folge sein. Im schlimmsten Fall wird uns vom Laufen nach dem Essen sogar übel.

Laufen nach dem Essen ist außerdem kontraproduktiv

Es kommt natürlich ganz darauf an, was wir gegessen haben. Eine halbe Stunde nach einem leichten, kohlenhydratreichen und fettarmen Essen ist es normalerweise kein Problem zu laufen. Leicht verdauliche Speisen liegen nicht zu schwer im Magen, so dass wir uns fit genug für eine Trainingseinheit fühlen. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, allerdings ist das Laufen nach dem Essen aus einem anderen Grund eher kontraproduktiv, zumindest für Läufer, die abnehmen möchten. Besonders nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten wie beispielsweise Kartoffeln, Brot, Nudeln, Reis, Süßigkeiten oder Obst steigt der Insulinspiegel. Insulin bewirkt, dass sich die Körperzellen öffnen, um Kohlenhydrate aufzunehmen. Gleichzeitig bewirkt das Insulin, dass der Fettabbau gestoppt wird. Wenn wir also nach dem Essen laufen, ist die Fettverbrennung gleich null und es werden ausschließlich Kohlenhydrate verbrannt. Daher sollten Menschen, die durch Laufen abnehmen möchten, 2-3 Stunden vor dem Training keine kohlenhydratreichen Mahlzeiten zu sich nehmen. Eine Banane oder ein Müsliriegel sind hingegen kein Problem, es kommt immer auf die Menge an.

Das Training in den Alltag einplanen, um das Laufen nach dem Essen zu vermeiden

Im Alltag ist es für viele gar nicht so leicht, den richtigen Zeitpunkt für das Lauftraining zu finden. Kommt man abends von der Arbeit nachhause und ist so richtig ausgehungert, wird erst einmal der Kühlschrank geplündert. Danach ist dann an laufen nicht mehr zu denken. Auch das nüchtern Laufen am Morgen ist nicht für jeden geeignet und hat so seine Vor- und Nachteile. Mit der Aussage, dass laufen nach dem Essen nicht gut sei, ist nicht gemeint, dass Sie vor dem Laufen gar nichts essen sollen. Im Gegenteil, je nach Trainingspensum kann es sogar erforderlich sein, ca. eine halbe Stunde vor dem Essen noch einmal Kohlenhydrate in Form eines leichten Snacks einzunehmen. Direkt vor dem Training sollten Sie ganz einfach keine üppigen Mahlzeiten zu sich nehmen und nicht mit vollem Bauch trainieren. Idealerweise liegt die letzte Hauptmahlzeit mindestens 3 Stunden zurück. Ansonsten gilt wie in vielen Fällen: verlassen Sie sich auf Ihr Körpergefühl.

Photo by: andres virviescas/SXC

Tags: Allgemein



1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Alex // Jul 11, 2016 at 15:40

    Man wird vom Essen nur müde wenn man das Falsche isst…. Wie „liebe“ solche Artikel. Das liegt nicht daran das der Körper Energie für die Verdauung braucht, sondern das der Körper signalisiert: „Was tust Du mir da an Du Idiot?“

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