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Kompressionswäsche für Läufer

Juni 27th, 2011 · Keine Kommentare



Sind Stützstrümpfe und andere Kompressionswäsche beim Laufen wirklich von Vorteil?

Seit die Läuferin Paula Radcliffe 2003 in London ihren Marathon Weltrekord mit Kompressionsstrümpfen aufstellte, gehört Kompressionswäsche nicht mehr nur ins Sanitätshaus, sondern findet sich auch im Sortiment vieler großer Sportartikelhersteller. Stützstrümpfe werden in der Medizin beispielsweise während und nach Operationen getragen, um das Venensystem zu schützen und eine Thrombose zu verhindern. Auch auf Langstreckenflügen werden solche Kompressionsstrümpfe empfohlen. Sie bestehen aus einem speziellen, verdichteten Gewebe, das von außen Druck auf die Venen ausübt. Dadurch wird die Blutzirkulation und somit auch der Sauerstofftransport zu den Muskeln angeregt. Tatsächlich steigt die Blutzirkulation beim Laufen durch das Tragen von Kompressionsbekleidung um ca. das Zwanzigfache. Beim Laufen hat Kompressionswäsche außerdem eine stabilisierende Wirkung auf Gelenke und Bänder, wodurch die Verletzungsgefahr reduziert wird.

Befürworter von Kompressionswäsche beim Sport sprechen von einer Leistungssteigerung, die jedoch bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte. Allerdings hat sich Kompressionswäsche für die Regeneration nach Wettkampf oder Training bewährt. Durch den Druck auf die Venen wird auch der Laktat Abbau beschleunigt.

Hat Kompressionswäsche beim Sport auch Nachteile?

Läufer, die zum ersten Mal Kompressionswäsche anprobieren, fühlen sich meistens extrem eingeengt. An das Tragegefühl muss man sich tatsächlich erst einmal gewöhnen. Auch wenn man das Gefühl haben kann, dass einem das Blut abgedrückt wird, haben Kompressionsstrümpfe für Läufer keinerlei Nachteile und es gibt aus medizinischer Sicht nichts, was gegen sie spricht. Allerdings lehnen viele Läufer Kompressionsbekleidung aus verschiedenen Gründen ab. Zum einen ist sie relativ unbequem und auch das An- und Ausziehen ist kompliziert und zeitaufwändig. Ein weiterer Grund ist die Ästhetik, wobei sich diese bei moderner Kompressionswäsche deutlich verbessert hat. Im Sommer ist Kompressionswäsche außerdem sehr warm.

Kompressionswäsche kaufen

Natürlich ist Kompressionswäsche aus dem Sanitätshaus, die für medizinische Zwecke entwickelt wurde, für den Laufsport nicht geeignet. Im Fachhandel ist spezielle Kompressionswäsche für Läufer erhältlich, die wesentlich beweglicher ist und den Schweiß besser nach außen transportiert. Neben Kompressionsstrümpfen gibt es auch Kompressionssocken und sogar Hosen und Stulpen. Die Stulpen bieten den höchsten Tragekomfort, haben jedoch den Nachteil, dass sie die Fußgelenke nicht stützen. Von Kompressionshosen ist eher abzuraten, den besten Kompromiss zwischen Tragekomfort und nutzen bieten Kompressionsstrümpfe, die bis zum Knie reichen. Kompressionsbekleidung ist nicht gerade preiswert, daher sollte man unbedingt auf die richtige Pflege achten. Kompressionswäsche darf niemals in der Waschmaschine gewaschen werden und die Pflegeanleitung ist genau zu beachten, damit die Faser ihre stützende Funktion nicht verliert.

Bildquelle: Einar Hansen, SXC

Tags: Ausrüstung



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