Laufen und Joggen

Lauf-Infos.de – Infos rund um den Laufsport




Muskelkater vom Laufen

Januar 19th, 2011 · Keine Kommentare



Auch wenn gut trainierte Läufer in der Regel weniger häufig von Muskelkater heimgesucht werden, als untrainierte, ist das Problem Muskelkater nach dem Laufen durchaus nicht nur ein Anfängerthema. Wodurch aber entsteht Muskelkater, und was kann man gegen Muskelkater tun?

Muskelkater?

Wie Muskelkater entsteht

Um zu verstehen, wie man Muskelkater verhindern kann, ist es hilfreich zu verstehen, was Muskelkater überhaupt ist und wie er entsteht. Jeder Sportler kennt den mehr oder weniger stark ziehenden Schmerz, der sich meistens erst am Tag nach dem Training bemerkbar macht. Während man früher davon ausgegangen ist, dass der Muskelkater durch eine Übersäuerung der Muskulatur entsteht, ist die wissenschaftliche Meinung heute eine andere. Nach aktuellen Erkenntnissen sind kleinste Mikroverletzungen und Risse im Muskelgewebe für die Schmerzen verantwortlich. Diese können durch eine Überbeanspruchung der Muskulatur entstehen. Diese Theorie erklärt auch, warum Muskelkater kein reines Anfängerproblem ist. Bei ungewohnten Belastungen, beispielsweise durch die Erhöhung des Tempos beim Laufen, sind auch fortgeschrittene Läufer nicht vor Muskelkater gefeit.

Wie kann man Muskelkater vorbeugen?

Natürlich ist die Gefahr, die Muskulatur zu überlasten, umso höher, je weniger der betreffende Muskel trainiert ist. Deswegen sind Anfänger deutlich häufiger von Muskelkater betroffen, als erfahrene Läufer. Um Muskelkater vorzubeugen, ist ein gutes Aufwärmprogramm vor Trainingsbeginn wichtig. Für Läufer sind vor allem Dehnübungen ratsam. Wer vorhat, erstmals in einem schnelleren Tempo zu laufen, sollte das Training zunächst gemächlich beginnen und das Tempo erst nach einer ausreichenden Einlaufphase erhöhen. Darüber hinaus ist es wichtig, das Training nicht abrupt abzubrechen. Wer beispielsweise bis vor seine Haustüre in hohem Tempo läuft, um sich dann sofort auf das Sofa fallen zu lassen, muss sich über Muskelkater nicht wundern. Die Muskulatur benötigt nicht nur eine Aufwärm-, sondern auch eine Cool-down Phase. Es macht also Sinn, die letzten Meter gemächlich auszulaufen und noch ein paar Schritte zu Fuß zu gehen. Laufanfänger sollten die Belastung nur langsam steigern, um Muskelkater vorzubeugen.

Erste Maßnahme: Was hilft gegen Muskelkater?

Ist der Muskelkater einmal da, ist auf jeden Fall Ruhe angesagt. Vom Laufen mit Muskelkater ist eher abzuraten. Eine Trainingspause von ein bis zwei Tagen ist jedoch in der Regel ausreichend. Ruhe bedeutet jedoch nicht, dass man sich nicht mehr bewegen sollte. Im Gegenteil, leichte Bewegung wie beispielsweise spazieren gehen kann gegen Muskelkater helfen.
Gegen Muskelkater wirken außerdem alle Maßnahmen, welche die Durchblutung der Muskulatur steigern. Direkt nach dem Training helfen beispielsweise Wechselduschen sehr gut. Falls die Möglichkeit besteht, ist ein an das Training anschließender Saunagang sehr empfehlenswert. Darüber hinaus kann man die beanspruchten Muskelpartien mit im Handel erhältlichen Tinkturen, wie beispielsweise Franzbranntwein oder anderen durchblutungsfördernden Produkten, einreiben. Fichtennadelextrakt, Rosmarin, Arnika und Rosskastanienextrakt helfen sehr gut gegen Muskelkater. Viele Sportler schwören auch auf Tigerbalsam, der ebenfalls die Durchblutung stark anregt.

Bildquellenangabe: Christoph Aron (pixelmaster-x) / pixelio.de

Tags: Allgemein



0 Antworten bis jetzt ↓

  • Es gibt bisher keine Kommentare.

Hinterlassen Sie einen Kommentar